Menschen wollen tätig sein. Und Arbeitslosigkeit macht krank. Arbeit ist zudem bester Garant für Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Mein Motto daher: Wir geben niemanden auf. Jede und jeder muss sich mit seinen Fähigkeiten in die Gesellschaft einbringen können und dafür Anerkennung und ein existenzsicherndes Einkommen bekommen. Das Jobcenter ist für mich daher die wichtigste Behörde in Mitte. Es immer besser zu machen, war mir bislang als Stadtrat für Soziales eine Herzensangelegenheit und wird es auch weiterhin sein. Denn nur wenn die Beratung des Jobcenters gut ist und motiviert, wenn Weiterbildungs- und Unterstützungsangebote und die vorgeschlagenen Jobs passen, können arbeitssuchende Menschen erfolgreich den Weg zurück in Arbeit finden. Überfällig ist auch ein dauerhafter zweiter Arbeitsmarkt für diejenigen, deren Einschränkungen für den ersten Arbeitsmarkt zu groß sind. Öffentliche Aufgaben dafür gibt es genug, doch statt mit ein paar Euro mehr dauerhafte Arbeit zu finanzieren, werden die Menschen lieber in der Arbeitslosigkeit gelassen. Und das Jobcenter muss auch denjenigen zu ihren Rechten verhelfen, deren Arbeitskraft ausgebeutet wird oder denen ihr zustehender Lohn einfach nicht bezahlt wird – wie es z.B. bei vielen Bauarbeitern beim Bau der Mall of Berlin der Fall war.

Die öffentliche Verwaltung soll Vorbild für gute Arbeit mit angemessener Bezahlung sein. Prekäre Auftragsvergaben der öffentlichen Hand darf es – auch durch Subunternehmen – nicht geben.

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