Die Berliner Mitte zeichnet sich wie viele andere Bezirke durch eine lebendige, multikulturelle und bunte Mischung vor allem kleiner und mittlerer Betriebe aus. Berlin steht als Stadt wie wenig andere Städte für kulturelle Vielfalt, Wandel, Kreativität und Offenheit und zieht immer mehr Menschen auch aus dem Ausland an. Es ist gut, dass die wachsende Stadt mit ihrer Dynamik und Kreativität einen wirtschaftlichen Boom mit neuen Arbeitsplätzen und vielen Unternehmensneugründungen hervorbringt. Die wichtige Ansiedlung kleiner wie großer Unternehmen darf aber nicht einer nachhaltigen, bürgerorientierten und verlässlichen Stadtentwicklung zuwiderlaufen. Wichtig ist mir, dass es fair zugeht und der zum Teil gnadenlose Verdrängungswettbewerb zulasten kleinerer und seit langem in Mitte bestehender Läden und Betriebe so gut es geht verhindert wird. Wo möglich, muss kleinteiliger Einzelhandel und gemischtes Gewerbe vor explodierenden Mieten geschützt werden – durch einen Milieuschutz und eine Mietpreisbremse auch für Gewerbe, durch Maßnahmen gegen spekulativen Leerstand und die Verhinderung gastronomischer Monostrukturen. Die Wirtschaftsförderung im Bezirk soll zudem Gemeinwohlaspekte (etwa genossenschaftliche Organisationsstrukturen) besonders in den Blick nehmen.

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